Rein rechnerisch dämmt Styropor etwas besser. Weißes EPS liegt bei einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,035 bis 0,040 W/(m·K), graues EPS mit Infrarot-Absorbern sogar bei 0,030 bis 0,032. Steinwolle und Glaswolle bewegen sich meist zwischen 0,035 und 0,040. Der Unterschied ist bei weißem EPS gering, bei grauem EPS deutlich. Beim Dämmwert endet der Vergleich aber nicht. Die Materialien haben unterschiedliche Stärken:
Styropor (EPS) ist feuchteunempfindlich, druckfest, leicht zu verarbeiten und wirtschaftlich. Es eignet sich für Fassade, Perimeter, Fußboden, Fundamentplatte und Flachdach. Als Baustoff der Klasse E ist es normalentflammbar, wird im Wärmedämmverbundsystem aber durch die Systemaufbauten und Brandriegel geregelt eingesetzt.
Steinwolle ist nichtbrennbar (Euroklasse A1), hitzebeständig, diffusionsoffen und dämmt Schall je nach Anwendung besser. Sie ist erste Wahl bei erhöhten Brandschutzanforderungen, im Holzbau, bei Trennwänden und in der Haustechnik bei hohen Temperaturen.