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Steinbacher Dämmstoffe
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Dämmstoffe & Anwendungen

Welche Dämmung hat den besten Dämmwert?

Von den konventionellen Dämmstoffen erreicht Polyurethan mit einer Wärmeleitfähigkeit von rund 0,022 bis 0,027 W/(m·K) den besten Dämmwert. Polyurethan dämmt damit bei gleicher Schichtdicke etwa ein Drittel besser als weißes EPS. Auf Platz zwei folgt graues EPS mit Infrarot-Absorbern (etwa 0,030–0,032), das rund 20 % dünner ausgeführt werden kann als weißes EPS bei gleicher Dämmwirkung.

ntscheidend ist dabei: Der Anwendungsbereich bestimmt die Wahl des Dämmstoffs.

Welche Dämmstoffe sind bei Steinbacher erhältlich?

Steinbacher ist Österreichs einziger Dämmstoff-Komplettanbieter und produziert vier Materialien im eigenen Haus: expandiertes Polystyrol (EPS, umgangssprachlich Styropor), Polyurethan (PU), Polyethylen (PE) und Steinwolle. Damit deckt das Sortiment sämtliche Bauteile vom Fundament über Fassade und Dach bis zur Haustechnik ab.

 

Die Produktlinien im Überblick: steinopor® für EPS-Dämmplatten im Hochbau, steinodur® für druckfeste Anwendungen wie Perimeter, Fundamentplatte und Umkehrdach, steinothan® für Flach- und Steildächer, steinokust® für Schall- und Trittschalldämmung sowie steinonorm® PU-Rohrschalen, steinoflex® PE-Isolierschläuche und steinwool® Steinwolle-Isolierschalen für die Haustechnik.

Zur Produktübersicht
Was isoliert besser: Styropor oder Dämmwolle?

Rein rechnerisch dämmt Styropor etwas besser. Weißes EPS liegt bei einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,035 bis 0,040 W/(m·K), graues EPS mit Infrarot-Absorbern sogar bei 0,030 bis 0,032. Steinwolle und Glaswolle bewegen sich meist zwischen 0,035 und 0,040. Der Unterschied ist bei weißem EPS gering, bei grauem EPS deutlich. Beim Dämmwert endet der Vergleich aber nicht. Die Materialien haben unterschiedliche Stärken:

 

Styropor (EPS) ist feuchteunempfindlich, druckfest, leicht zu verarbeiten und wirtschaftlich. Es eignet sich für Fassade, Perimeter, Fußboden, Fundamentplatte und Flachdach. Als Baustoff der Klasse E ist es normalentflammbar, wird im Wärmedämmverbundsystem aber durch die Systemaufbauten und Brandriegel geregelt eingesetzt.

 

Steinwolle ist nichtbrennbar (Euroklasse A1), hitzebeständig, diffusionsoffen und dämmt Schall je nach Anwendung besser. Sie ist erste Wahl bei erhöhten Brandschutzanforderungen, im Holzbau, bei Trennwänden und in der Haustechnik bei hohen Temperaturen.

Wie unterscheiden sich mineralische und organische Dämmstoffe in der Anwendung?

Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle, Glaswolle oder Schaumglas bestehen aus anorganischen Rohstoffen und sind nichtbrennbar. Organische Dämmstoffe umfassen sowohl synthetische Schäume wie EPS, PU und PE als auch nachwachsende Materialien wie Holzfaser, Hanf oder Zellulose. Sie sind meist leichter und zum Teil druckfester, aber in der Regel normalentflammbar. Es gibt aber auch organische Produkte mit besseren Brandeigenschaften.

Welche Dämmstoffe eignen sich am besten für die Altbausanierung in Österreich?

In der Altbausanierung entscheidet nicht das Material, sondern der Anwendungsbereich. Bewährt haben sich: EPS oder Steinwolle im Wärmedämmverbundsystem an der Fassade, EPS oder PU auf der obersten Geschoßdecke, EPS-Platten unter der Kellerdecke und diffusionsoffene Systeme wie Mineralschaum oder Kalziumsilikat bei Innendämmungen. Bei erhaltenswerten oder denkmalgeschützten Fassaden bleibt die Innendämmung oft die einzige Option.

Zwei Punkte, die im Altbau besonders wichtig sind:

Feuchtigkeit vorher klären. Aufsteigende Feuchte oder undichte Bauteile müssen vor der Dämmung saniert werden, sonst verlagert sich das Problem nur.

 

Innendämmung braucht Planung. Der Taupunkt verschiebt sich nach innen, deshalb sind bauphysikalische Berechnung und ein abgestimmtes System erforderlich. Improvisierte Innendämmungen sind eine häufige Schadensursache.

Welche Arten von (ökologischen) Dämmmaterialien gibt es für Fassaden?

Für Fassaden kommen im Wesentlichen fünf Materialgruppen in Frage: EPS (weiß oder grau) und Steinwolle im Wärmedämmverbundsystem, Holzfaser- und Hanfdämmplatten für ökologisch orientierte Aufbauten sowie Mineralschaum- und Kalziumsilikatplatten für Innendämmungen. Welches Material ökologisch am besten abschneidet, hängt weniger vom Rohstoff ab als von der Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus — dokumentiert in der Umweltproduktdeklaration (EPD).

Ein oft übersehener Punkt: Jede Fassadendämmung spart über ihre Nutzungsdauer ein Vielfaches der Energie ein, die für ihre Herstellung nötig war. Die energetische Amortisation liegt bei den meisten Materialien im Bereich weniger Monate bis Jahre.

 

Aus dem Steinbacher-Sortiment kommen für Fassaden vor allem steinopor® EPS-F und EPS-F plus in Frage. Letzteres trägt das Österreichische Umweltzeichen und ist in mehreren Bundesländern förderrelevant.

Welche Dämmstoffe gibt es für den Dachboden?

Für die Dämmung der obersten Geschoßdecke unterscheidet man nach der späteren Nutzung. Bei nicht begehbaren Dachböden reichen Dämmstoffe ohne Druckspannungswerte. Bei begehbaren Dachböden braucht es druckfeste Dämmplatten mit belastbarem Belag oder Verlegeplatten mit werkseitig aufkaschierter Dämmschicht. Geeignet sind je nach Aufbau EPS, Steinwolle und PU.

 

Die Dämmung der obersten Geschoßdecke ist die wirtschaftlichste Einzelmaßnahme in der Sanierung: geringe Kosten pro Quadratmeter, hoher Effekt, in vielen Fällen in Eigenleistung machbar. Sie lohnt sich immer dann, wenn der Dachraum unbeheizt bleibt.

Wie umweltfreundlich sind Dämmstoffe?

Natürlich hat die Produktion von Dämmstoffen auch Auswirkungen auf die Umwelt. Der energetische Nutzen von Dämmstoffen überwiegt jedoch bei weitem. Das Energieeinsparpotenzial, ausgelöst durch den Einsatz von Dämmstoffen im Gebäude, beträgt ein Vielfaches der Auswirkungen durch die Produktion. Das zeigen auch die einschlägigen Umwelt-Produktdeklarationen für Polyurethan und Polystyrol. Beispielsweise wird bei der thermischen Sanierung eines Hauses aus den 70er Jahren die gesamte Primärenergie für die Herstellung von EPS-Dämmstoffen innerhalb von 2 bis 4 Monaten ausgeglichen. Über die Lebensdauer betrachtet amortisiert sich der Primärenergieeinsatz bis zu 200-fach.

Sind Dämmstoffe Recycelbar?

Dämmstoffe haben kein Ablaufdatum und können bei einem Haus durchaus 70 Jahre oder noch länger (je nach Rohstoff) genutzt werden. Aus diesem Grund werden gut erhaltene Dämmplatten nach einem Ausbau auch oft wieder verwendet (System Aufdoppelung). Eine Möglichkeit EPS-Dämmstoffe wieder zu verwerten ist das sogenannte CreaSolv®-Verfahren, entwickelt vom Fraunhofer Institut. Bei diesem Verfahren wird das Polymer Polystyrol aufgrund seiner spezifischen Löslichkeit in hoher Reinheit wiedergewonnen. Für die Entsor-
gung von verschmutztem Dämmstoff-Abfall, wie z. B. Abbruchmaterial aus einem Gebäudeabriss, ist die Verwertung in modernen Müllverbrennungsanlagen (Rauchgaswäsche) mit gleichzeitiger Energieerzeugung das ökologisch sinnvollste Verfahren. Der Dämmstoff wird hierbei wie Heizöl zur Energieerzeugung verwendet, das heißt beim Energierecycling wird der dem Dämmstoff innewohnende Heizwert genutzt.

Was sind Umweltproduktdeklarationen (EPD)?

Umwelt-Produktdeklarationen sind ein von Dritten verifiziertes, einheitliches und international anerkanntes Format. Sie beschreiben die spezifische Umweltleistung bestimmter Bauprodukte. Die Deklaration trifft Aussagen zum Energie- und Ressourceneinsatz und in welchem Ausmaß ein Produkt zu Treibhauseffekt, Versäuerung, Überdüngung,
Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Am Institut „Bauen und Umwelt“ wurden unter anderem EPDs für EPS, PU, etc. erstellt. Bei diesen wird der gesamte Produktlebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung („cradle to grave“) betrachtet. Die Daten der anderen EPDs zeigen ganz klar, dass EPS bzw. Polyurethan
einen Vergleich mit den „ökologischen Alternativen“ (z. B. Mineralschaum und Holzfaser) nicht zu scheuen braucht.

Was ist das besondere an PU Dämmstoffen?

Der geschlossenzellige Dämmstoff wird in Form von Dämmplatten im Hochbau eingesetzt. Zu dieser Dämmstoff-Familie gehört auch PIR
(Basis Polyisocyanurat)-Hartschaum.

EIGENSCHAFTEN:

  • hervorragende Dämmeigenschaften: hilft somit Material,
    Aufbauhöhe und Kosten einzusparen
  • durch extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit weisen sie bei
    gleicher Materialdicke eine deutlich bessere Dämmwirkung auf
  • ausgezeichnete Belastbarkeit und Stabilität durch sehr
    hohe Druckfestigkeit bei relativ geringer Rohdichte
  • flexibler Einsatz

HERSTELLUNG:

  • Herstellung über eine exotherme, chemische Reaktion flüssiger
    Grundstoffe
  • Zusatz des niedrigsiedenden Treibmittel Pentan
Was sind das besondere an PE Dämmstoffen?

Ein weicher, geschlossenzelliger Schaumstoff auf Polymer-Basis. Dabei werden Produkte für den Hochbau, in Form von Trittschalldämm-Matten, Estrichrandstreifen sowie als Schutz gegen aufsteigende Feuchte in Bodenkonstruktionen hergestellt. In der Haustechnik werden PE-Isolierschlauche für die Wärme- und Schalldämmung von Rohrleitungen sowie als Schutz gegen Schwitzwasser und Korrosionen verwendet.

EIGENSCHAFTEN:

  • guter Dämmwert, schon bei geringen Isolierdicken
  • hervorragende Dimensionsstabilität

HERSTELLUNG:

  • Die Herstellung erfolgt mittels Extrusionsanlagen.
    Unter enormem Druck und sehr hohen Temperaturen wird eine aus
    PE-Granulat, Flammschutz und Additiven bestehende PE-Schmelze
    aufbereitet, die durch Zudosierung eines umweltneutralen Treib-
    mittels zu einem elastischen, geschlossenzelligen Schaum mit
    relativ geringer Rohdichte aufgeschäumt wird.
Was ist das besondere an EPS Dämmstoffen?

Produkte aus expandiertem Polystyrol sind bekannt als kompakter Dämmstoff aus verschweißtem, geblähtem Polystyrol mit geschlossenzelliger, luftgefüllter Struktur. Der Markenbegriff lautet „Styropor“. Diese gibt es in weiß und grau (EPS plus). Türkisgrüne EPS-Automatendämmplatten werden in feuchtebelasteten Bereichen eingesetzt.

EIGENSCHAFTEN:

  • ausgezeichneter Wärmedämmwert
  • hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit

HERSTELLUNG:

  • Polystyrolgranulat wird mittels Wasserdampf auf die gewünschte
    Rohdichte vorgeschäumt und anschließend zu kompakten Blöcken
    verschweißt die mittels Heißdraht in Dämmplatten unterschiedlicher
    Formate und Dicken geschnitten werden.
  • Die türkisgrünen, wasserunempfindlichen Automatendämmplatten,
    bestehend aus einem hydrophobierten Spezialrohstoff, werden
    Stück für Stück in einer Form produziert.
Steinbacher Dämmstoffe

Österreichs einziger Dämmstoff-Komplettanbieter mit Produkten aus Styropor (EPS), Polyurethan (PU), Polyethylen (PE) und Steinwolle.

Kontakt

Tel: +43 5352 700-0
E-Mail: office@steinbacher.at

Addresse

Salzburger Str. 35
6383 Erpfendorf

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