EPSolutely – Styropor Recycling in Österreich

EPSolutely – Styropor Recycling in Österreich

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EPSolutely Flyer

Überblick

Das Forschungsprojekt „EPSolutely“ unter der Leitung von Fraunhofer Austria verfolgt das Ziel, Styropor durch Recycling wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Knapp 2 Jahre haben die 13 Projektpartner, darunter Dämmstoffspezialist und Mit-Initiator Steinbacher, am Konzept gearbeitet – Im September 2024 startete der bundesweite Pilotversuch. Expandiertes Polystyrol, auch als Styropor oder EPS bekannt, ist zu 100 % recyclingfähig. Um Recycling in größerem Maßstab umzusetzen, wurde das FFG-Forschungsprojekt „EPSolutely“ gestartet. Das Gruppenprojekt wurde von Fraunhofer Austria geleitet.

Warum Logistik entscheidend ist

Styropor wird im Hausbau vom Keller bis zum Dach zur Wärmedämmung eingesetzt. Dafür werden Dämmplatten auf die richtige Größe zugeschnitten. Um die dabei anfallenden EPS-Verschnitte oder -Reste wieder zu neuen Platten zu verarbeiten, braucht es ein Logistik-System, das die Rückholung der Materialreste von Baustellen sicherstellt. Dafür wurde ein System mit Workflows, wieder verwendbaren Recycling-Säcken und einer Web-App entwickelt.

Qualität des Materials

„Die größte Herausforderung bestand in der unterschiedlichen Qualität des angelieferten Materials.

Maximilian Bernard, Leitung Forschung und Entwicklung

Hier haben wir in entsprechende Sortierlösungen investiert und stellen die Schulung der Nutzer*innen in den Fokus. Betriebe, die das EPSolutelySystem in der ersten Testphase bereits mehrmals verwendet haben, liefern deutlich bessere Verschnitt-Qualität als Erstnutzer, betont Maximilian Bernard.

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Zwischenstand nach 1 Jahr

Viele verschiedene Verarbeiter – vom Dachdecker bis zum Fassadenbauer – nutzen das System. Fast 50 Tonnen wurden im ersten Jahr von Baustellen zurückgeholt. Bis Ende 2025 wurde die 100-Tonnen-Marke erreicht. Mit den daraus entstehenden neuen Dämmplatten könnten ca. 200 Einfamilienhäuser gedämmt werden. Bei der Rückholung von EPS liegt Steinbacher aktuell österreichweit an erster Stelle.

Der Superwertstoff

EPS (expandiertes Polystyrol) ist weit mehr als ein einfacher Dämmstoff – es ist ein echter Superwertstoff. Im Video zeigen wir auf kreative Weise, warum EPS in Sachen NachhaltigkeitRessourcenschonung und Klimaschutz eine Hauptrolle spielt.

Verpackungsstyropor & Recyclinghöfe im Bezirk Kitzbühel

Seit Mai 2025 umfasst das Rückholsystem auch Verpackungsstyropor. Mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie der international agierenden Interzero wurden Partner eingebunden. Verbraucher können Styropor-Abfälle aus Verpackungen bei regionalen Recyclinghöfen abgeben. Seit 1. Januar 2026 sind die Recyclinghöfe im Bezirk Kitzbühel an das System angebunden und haben allein im Januar fast 1 Tonne EPS-Reste gesammelt. Mit der Anbindung aller 14 Recyclinghöfe im Bezirk Kitzbühel ist eine flächendeckende Lösung in der Region geschaffen. Dort werden sie in regelmäßigen Abständen abgeholt und ins Werk nach Erpfendorf gebracht, sortiert, von Fremdstoffen getrennt, geschreddert und in den Kreislauf zurückgeführt.

Neuer digitaler Wissenszugang

Mit dem neuen Chatbot Factlink erweitert EPSolutely nun sein Angebot um eine digitale Informationsschnittstelle.
Factlink ermöglicht schnellen Zugriff auf:
• Fakten zu EPS-Recycling
• Prozess- und Systeminformationen
• Nachhaltigkeitsdaten
• Projektwissen und Brancheninformationen

Damit wird nicht nur die operative Kreislaufwirtschaft unterstützt, sondern auch der Wissenstransfer entlang der gesamten Bau- und Materialkette digitalisiert.